Bienen-ABC 

 

 
 
 
 
 
   
 

 A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

 

 M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

XYZ

   

 

A 

   
   Apis mellifera Lateinischer Name der Westlichen Honigbiene. Von der Westlichen Honigbiene gibt es mehrere Rassen.
   Arbeiterin Die Arbeiterin vollbringt im Laufe ihres Lebens (2-3 Wochen im Sommer, 5-6 Monate im Winter) viele Aufgaben wie Zellen putzen, Brutpflege, Wabenbau, Wächterdienst, Nektar oder Honigtau sammeln.
   
 

B 

   
   Biene Maja Die allseits bekannte Biene von Waldemar Bonsels.
   Bienenvolk Das Bienenvolk besteht aus drei Bienenwesen. Eine Königin,
25-40000 Arbeiterinnen im Sommer
5-15000 Arbeiterinnen im Winter
Mehrere hundert Drohnen vom Frühjahr bis Spätsommer
   Bienenwolf Grabwespenart, die sich auf Bienen als Jagdbeute spezialisert hat.
   Blütenhonig Honig, den die Bienen aus dem Nektar blühender Pflanzen herstellen.
   Blütenpollen Der Blütenpollen der Pflanzen entspricht den Samenzellen der Tiere. Sie werden in den Staubbeuteln der Pflanze hergestellt und müssen auf die Narben der Blüte gelangen, wenn diese befruchtet werden soll. Blütenpollen sind verantwortlich für den Heuschnupfen. Je nach Heuschnupfenart kann man allergisch auf die verschiedensten Pollen allergisch reagieren. Mit Hilfe der im Blütenhonig vorkommenden Pollen kann man eine Desensibilisierung gegen den Heuschnupfen erreichen. Die Bienen sammeln den Pollen für ihre Brut. Sie brauchen in einem Jahr 30-40 kg Pollen. Pollen enthalten die meisten der für die menschliche Ernährung erforderlichen Eiweiße.
   Buckfast-Biene Kunstrasse, die von Bruder Adam in England aus verschiedenen Bienenrassen gezüchtet wurde.
   
 

C 

   
   Carnica-Biene Die in Mitteleuropa am meisten verbreitete Bienenrasse ist die Kärntner Biene. Ursprünglich stammt sie aus der Kärntner Gegend. Sie hat im Frühjahr eine schnelle Volksentwicklung, so dass sie sehr gut für die Frühtracht geeignet ist.
   
 

D 

   
   Drohn Die Drohnen sind "nur" für die Begattung der Jungköniginnen verantwortlich. Sie beteiligen sich weder an der Brutpflege noch am Honig machen.
   
 

E 

 
  Enzyme Durch den Zusatz von Enzymen aus ihrer Speicheldrüse machen die Bienen den Nektar oder Honigtau haltbar.
 

 

F 

 
  Fructose Fructose ist der Fruchtzucker. Er ist ein guter Energiespender, da er gleich ins Blut übergeht und damit für einen schnellen Energieschub sorgt. Honige mit einem hohen Fruktoseanteil bleiben lange flüssig.
 
 

G 

 
  Glukose Glukose ist der Traubenzucker. Er sorgt dafür, dass die Blütenhonige schneller fest werden, da hier in der Regel der Glukoseanteil den Fruktoseanteil übertrifft.
 

 

H 

 
  Honig Honig sind von Bienen eingedickte und mit Fermenten versetzte Pflanzensäfte. Die Bienen tragen den reifenden Honig bis zu 80 mal von Zelle zu Zelle um, bis er den gewünschten Wassergehalt hat. Reifer Honig soll höchstens 18 % Wassergehalt haben
Honiggesetz: In ihm sind die Mindestanforderungen des Bundes an den Honig geregelt, wie Wassergehalt und andere physikalische und chemische Parameter..
 
 

I 

 
  Insektenstich Bienen sind wehrhafte Insekten und können stechen. Die Bienen stechen im Normalfall nicht ohne Grund. Hat doch eine Biene gestochen, so bleibt der Stachel in der Haut stecken und wird samt dem Stechapparat aus der Biene herausgerissen. Man entfernt den Stachel am einfachsten, in dem man mit einem Fingernagel über den Stachel streift.
  Imker Der Imker hält die Bienenvölker, um Honig und andere Produkte aus dem Bienenvolk, wie z.B. Propolis, Wachs, Gelee Royale oder Pollen, zu ernten. Oder einfach nur aus Freude an den Bienen.
 
 

J 

 
  Jungfernbau Von den Bienen aus eigenem ausgeschwitzten Wachs gebautes Wabenwerk. Es ist noch rein weiß, wenn weder Honig noch Pollen darin gelagert wurde.
 

 

K 

 
  Königin Die Königin ist für den Nachwuchs verantwortlich. Die Jungkönigin wird auf ihren 1-3 Begattungsflügen von bis zu 30 Drohnen begattet. Anschließend geht sie in Eilage und sie kann pro Tag bis zu 2000 Eier legen.
 
 

L 

 
  Läuse Die Läuse sind die Erzeuger von Honigtau. Da sie eigentlich nur die Eiweiße und Mineralstoffe aus ihren Wirtspflanzen wollen, haben sie spezielle Organe, die den Überschuss an Zuckern wieder abgeben. Die Bienen nehmen diese Zucker in Form von Honigtau auf und lagern sie im Stock ein. So entsteht Honigtauhonig.
 
 

M 

 
  Mittelwand Gewalzte oder gegossene Wachsplatte aus Bienenwachs mit geprägter Zellenform.. Der Imker lötet die Mittelwand in ein Rähmchen ein, hängt es in das Bienenvolk und die Bienen bauen daraus die Wabe.
  Magazin Heute die übliche Bienenbehausung. Der Raum des Magazins ist veränderbar durch Aufsetzten oder Abnehmen von Zargen. Dadurch kann man den von den Bienen gebrauchten Platz verändern.
  Metwein Wein, der aus Honig, Wasser, spezieller Hefe und eventuell mit Gewürzen durch alkoholische Gärung hergestellt worden ist.
 
 

N 

 
  Nigra Die Apis mellifera nigra ist die ursprünglich in Deutschland beheimatete Biene. Sie ist aber seit ca. 40 Jahren von den Imkern durch die Apis mellifera carnica verdrängt worden.
 
 

P 

 
  Propolis Die Bienen sammeln von Baumknospen Harz, um damit Ritzen und Fugen ihren Bienenstockes abzudichten und auch, um Eindringlinge, die sie in ihrem Bienenstock erledigt haben, aber nicht herausschaffen konnten, zu einbalsamieren. Auch wird jede Zelle mit einer feinen Schicht aus Propolis überzogen, so dass keine Bakterien und Pilze in diesen für sie normalerweise idealen Bedingungen eine Chance haben.
 

 

R 

 
  Rauch Der Imker gibt aus einem besonderen Rauchgerät etwas Rauch ins Bienenvolk, um die Bienen von sich abzulenken und er in Ruhe am Volk arbeiten kann.
 
 

S 

 
  Schwarm Der Schwarm ist die natürliche Art der Bienen, sich zu vermehren. Kurz bevor eine junge Königin schlüpft, zieht ein Teil des Volkes mit der alten Königin aus und sucht sich eine neue Behausung. Der Rest bleibt mit der neuen, jungen Königin im Stock.
  Stachel Die weiblichen Bienen können sich mit einem Stachel gegen Feinde erwehren. Der Stachel ist im Laufe der Evolution aus dem Legeapparat entwickelt worden. Mit ihm wird Bienengift in den Feind gespritzt.
 
 

T 

 
  Tracht Die Tracht ist die Gesamtheit des in der Umgebung des Bienenvolkes vorhandenen Nektar- oder Honigtauangebotes.
 
 

V 

 
  Varroamilbe Ein aus Asien durch Bienentransporte nach Europa eingeführter Bienenparasit, der hauptsächlich ein Brutparasit ist. Die Milbe kann sich nur in der Brut vermehren. Dort saugt sie die Haemolymphe, das Blut der Larve. Diese wird durch den Blutverlust und von der Milbe übertragene Krankheiten geschwächt, was sich auf das Alter und den Ertrag des Bienenvolkes auswirkt.
 
 

W 

 
  Wachs Die Waben eines Bienenvolkes sind aus Bienenwachs, welches die Bienen in speziellen Wachsdrüsen am Hinterleib ausschwitzen. Es wird mit den Mandibeln geknetet bis es geschmeidig ist. Danach wird es für den Wabenbau und als Verdeckellungsmaterial für den Honig verwendet.
Die Bienen bauen zwei verschieden große Zellen. Kleine Zellen für die Arbeiterinnenbrut und große Zellen für die Drohnenbrut. In beiden Zellen kann statt der Brut auch Honig oder Pollen gelagert werden. Nach ca. zwei bis drei Jahren entfernt der Imker die alten Waben und schmilzt das Wachs im Sonnenwachsschmelzer ein. Mit dem Wachs kann er dann Kerzen in allerlei Formen herstellen.
 
 

Z

 
  Zeidlerei Hochangesehener Berufsstand ca. um das Jahr 1000. Es war eine alte Form der Bienenhaltung, Die Bienen lebten noch in Bäumen und der Zeidler erntete nur soviel Honig, dass das Volk noch über den Winter kam. Wenn sich jemand anderes am Honig gütlich tat als der Zeidler, der für den Hof arbeitetet und den Zehnt abgeben musste, wurde derjenige mit drakonischen Strafen belegt.