
| Bienenhonig wird in Blüten- und Honigtauhonig unterschieden.
Für den Blütenhonig sammeln die Bienen Nektar aus den Blüten.
Hierzu zählen Rapshonig, Lindenhonig, Sonnenblumenhonig, Kleehonig,
Akazien- (Robinien-) Honig, aber auch Mischhonige wie bei mir aus der Frühtracht,
die mehrere Nektarsorten vereinigen, wie Löwenzahn-, Obst-, und Rapshonig.
Bei Honigtauhonigen sammeln die Bienen den Honigtau von Bäumen. Der Honigtau entsteht, wenn besondere Lausarten, die Honigtauerzeuger, auf ihren Wirtsbäumen die zuckerreichen Leitungsbahnen anzapfen. Sie sondern wieder den zuckerreichen Honigtau aus, da sie für ihre Vermehrung eher die Mineralstoffe und den Stickstoff benötigen als die Zucker. Diese werden dann über spezielle Organe wieder ausgeschieden. Der Honigtauhonig wird aber nur gebildet, wenn eine Massenvermehrung der Honigtauerzeuger stattgefunden hat. Das ist nicht in jedem Jahr der Fall. Deshalb gibt es nur alle paar Jahre Honigtauhonig. Blütenhonige (kleine Auswahl): Frühjahrsblütenhonig ist eine Mischung aus verschiedenen
Blütenhonigen, der aromatisch schmeckt und hellbraun bis hellgelb
ist. Er kristallisiert feinsteif.
Sommerblütenhonig ist eine Mischung aus verschiedenen Sommerblüten.
Er duftet und schmeckt intensiver als Frühjahrsblütenhonig. Seine
Farbe reicht von dunkelgelb bis hellbraun und kristallisiert feinsteif.
Edelkastanienhonig wird lange nicht fest und enthält reichlich
Pollen. Er hat eine antibiotische Wirkung dank seiner Inhibine und Fermente.
Außerdem stärkt er den Kreislauf und verbessert die Durchblutung.
Honigtauhonige (kleine Auswahl): Die Honigtauhonige sind immer dunkler als Blütenhonige und enthalten weniger Traubenzucker als diese. Deshalb kristalliesieren sie auch langamer als die Blütenhonige. Bei mir wird Honigtauhonig vor allem im Hochsommer geerntet. Um zu einer Honigtauhonigtracht zu gelangen, muss der Imker seine Völker an einen Platz im oder am Wald stellen, an dem er die Honigtauerzeugerpopulation beobachtet hat und von der er glaubt, dass sie für eine Tracht ausreicht. Er lässt dann seine Bienenvölker so lange im Wald stehen, bis die Tracht vorüber ist. Das kann wenige Tage oder auch viele Wochen sein. Der Waldhonig hat einen hohen Gehalt an Mineralien, welche für
gute Blutwerte sorgen.
Tannenhonig hat einen grünlichen Schimmer und ist sehr dunkel.
Er wird fast nur in Süddeutschland geerntet und das auch nicht jedes
Jahr. Er hilft aufgrund seiner ätherischen Öle besonders gut
bei Bronchialkrankheiten mit Schleim und Atembeschwerden.
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